„Othello“ von William Shakespeare bearbeitet von Feridun Zaimoglu/Günter Senkel
Rolle: Jago
(Stadttheater Duisburg; Regie: Michael Steindl)

„Er hält mich für korrekt. Das ist mein Vorteil und sein Handicap.“ Jago täuscht Othello. Der Fähnrich rächt sich an seinem General, weil der ihn nicht befördert hat. Er besetzt seinen Kopf – und Desdemona, Othellos Frau, verliert ihre Unschuld. Nicht durch ihre Taten, sondern durch das Gift des Misstrauens, das Jago sät. Im intriganten Jago sieht Othello seinen loyalen Freund, in seinem treuen Leutnant Cassio den Geliebten seiner Frau und in der ihn aufopfernd liebenden Desdemona eine ihn täuschende Hure.


 

„Salzwasser“ von Conor McPherson
Rolle: Frank
(Stadttheater Duisburg; Regie: Michael Steindl)

Drei junge Männer. Drei Geschichten. Da ist Ray, der mit Anfang dreißig eigentlich schon mit dem Leben fertig ist, auf den Inseln geht eben alles etwas schneller: die Uni-Abschlüsse, die Karrieren, die Desillusionierung. Und da sind die Brüder Frank und Joe. Frank, der beim Vater im Imbiss jobbt und einen Weg aus der Kleinstadt sucht. Und Joe, der mit seinen siebzehn Jahren erste Erfahrungen mit Freundschaft, Vertrauen und Verrat machen muss. Ein Discobesuch mit Folgen, ein Überfall auf ein Wettbüro und eine vermasselte wissenschaftliche Karriere. Vom Schweigen im falschen Moment, vom Schweigen im richtigen Moment und vom Sprechen, das unsere Wirklichkeit formt.


 

„Der Kaufmann von Venedig“ von W.Shakespeare
Rolle: Graziano
(Stadttheater Duisburg; Regie: Michael Steindl)

Bassanio braucht Geld, er will sich verheiraten. Antonio ist reich, hat aber sein ganzes Kapital in Handelsschiffe investiert. Damit sich sein Freund Bassanio um die schöne Portia, Erbin von Belmont, bewerben kann, borgt er bei seinem Feind, dem reichen Juden Shylock 3000 Dukaten und unterschreibt einen besonderen Schuldschein. Sollte er zum Stichtag seine Schulden nicht begleichen können, darf Shylock sich „ein Pfund Fleisch nächst dem Herzen“ aus seinem Körper zu schneiden. Antonio ist sich sicher, das wird nicht passieren. Bald sind seine Schiffe reich beladen mit neuen Waren wieder in Venedig. Doch das Schicksal will es anders. Bassanio gelingt es zwar, die schöne Portia zu gewinnen, doch unglückliche Winde verhindern die Rückkehr von Antonios Schiffen. Shylock ist entschlossen sein Pfand einzufordern. Denn Vertrag ist Vertrag, da kann auch der Doge nicht vermitteln.


 

„Rose und Regen, Schwert und Wunde“ (Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare)
Rolle: Lysander
(Stadttheater Duisburg; Regie: Michael Steindl)

Hermia liebt Lysander. Helena liebt Demetrius. Doch der will Hermia zur Frau und sichert sich der Unterstützung ihres Vaters. Denn nach dem Recht Athens entscheiden immer noch die Väter, wen die Töchter heiraten. Also fliehen Hermia und Lysander aus der Stadt. Demetrius verfolgt sie. Und Helena verfolgt Demetrius. Im Wald erwartet sie Puck, der Gnom, der seine Zauberkräfte nutzt und die Karten neu mischt.


 

„Hautnah“ von Patrick Marber
Rolle: Dan
(Stadttheater Duisburg; Regie: Michael Steindl)

Eine junge Frau läuft vor ein Auto. Ein junger Mann bringt sie ins Krankenhaus. Von Beruf ist er Nachrufeschreiber und sie strippt. Sie werden ein Paar – und sie inspiriert ihn zu einem Roman. Eine Frau geht in den Zoo. Ein Mann spricht sie an. Er will mit ihr ins Hotel. Schließlich hat man sich im Internet zum Sex verabredet. Ein Missverständnis – aus dem eine Ehe erwächst.